Abwasser A-Z
Abwasser von A bis Z – Lösungen für jede Herausforderung
Entdecken Sie bei SMART5 Group umfassende Lösungen rund um Abwassertechnik. Von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Wartung bieten wir innovative und nachhaltige Konzepte für private, gewerbliche und industrielle Anwendungen. Erfahren Sie alles Wichtige über Abwasser, Kläranlagen, Rohrleitungen und moderne Technologien – praxisnah und verständlich erklärt.
AVV-Schlüssel
Der AVV-Schlüssel ist ein sechsstelliger Code zur Klassifizierung von Abfällen nach der Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV).
Er dient dazu, Abfälle eindeutig ihrer Herkunft und Abfallart zuzuordnen und zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen zu unterscheiden. Der richtige AVV-Schlüssel ist unter anderem für Dokumentation, Transport und Entsorgung von Abfällen relevant.BVT
Die BVT (Beste Verfügbare Technik) beschreibt den Stand der Technik für umweltgerechte Produktions- und Behandlungsverfahren, wie er in der EU definiert ist. Im Bereich BVT Abwasser umfasst dies alle Verfahren, die eine besonders effiziente, ressourcenschonende und umweltfreundliche Abwasseraufbereitung für die Industrie ermöglichen.
Technische Verfahren, die nach aktuellem Stand der Technik besonders umwelt- und ressourcenschonend arbeiten. Dient als Grundlage für Empfehlungen in der industriellen Abwasserbehandlung.
BVT-Merkblätter und Durchführungsbeschlüsse zum Download | Umweltbundesamt
Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)
Der Chemische Sauerstoffbedarf (CSB), englisch Chemical Oxygen Demand (COD), ist eine wichtige Kenngröße zur Beurteilung von Abwasser.
Er beschreibt die Menge an Sauerstoff, die erforderlich wäre, um die im Wasser enthaltenen oxidierbaren Stoffe unter definierten Bedingungen chemisch zu oxidieren. Ein hoher CSB-Wert weist in der Regel auf eine entsprechend hohe Belastung des Wassers mit oxidierbaren Inhaltsstoffen hin.
Emulsion wie bspw. KSS (Kühlschmierstoffe)
In der Abwassertechnik sind Emulsionen Mischungen aus zwei normalerweise nicht mischbaren Flüssigkeiten, bei denen eine Flüssigkeit in Form feiner Tröpfchen in der anderen verteilt ist – typischerweise Öl-in-Wasser oder Wasser-in-Öl.
Industriell:
- Kühlschmierstoffe (KSS) in der Metallbearbeitung (Öl-in-Wasser-Emulsionen)
- Schneidöle, Pressöle
- Lebensmittelindustrie (Milch, Mayonnaise-Reste, Fette)
- Kosmetikproduktion (Cremes, Lotionen)
Mikrofiltration zur effektiven Abwasserbehandlung in der Industrie – smart5 group
Gewässerschutz in Deutschland
Das Bundesumweltamt hat entschieden:
„Abwasser darf in Deutschland nur nach entsprechender Behandlung in Flüsse und Seen eingeleitet werden.“ Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) schreibt vor, dass Schadstoffe auf ein technisch machbares Minimum reduziert werden müssen.
Abfallentsorgung: Dienstleitungen für Entsorgungsfachbetriebe – smart5 group
Industrielles Abwasser
Industrielles Abwasser entsteht bei Produktions-, Reinigungs- und Bearbeitungsprozessen in Industrieunternehmen.
Je nach Branche kann es unter anderem Öle, Fette, Metalle, Chemikalien, Feststoffe oder gelöste Inhaltsstoffe enthalten. Vor der Einleitung oder Wiederverwendung muss das Abwasser entsprechend seiner Zusammensetzung und den geltenden Anforderungen behandelt werden.
Kolloide
In der Abwassertechnik bezeichnet „Kolloide“ winzige, im Wasser fein verteilte Teilchen, die so klein sind, dass sie nicht durch Sedimentation absinken, aber auch nicht vollständig in Lösung gehen. Ein hoher Gehalt an Kolloiden kann die .CSB- und BSB₅-Werte (organische Belastung) deutlich erhöhen und eine biologische Reinigung erschweren.
Behandlungsmethoden:
- Flockung/Koagulation: Chemische Zusatzstoffe (z. B. Aluminiumsalze, Eisen(III)-salze, Polymere) neutralisieren die Oberflächenladungen, wodurch die Kolloide zu größeren Flocken aggregieren, die dann sedimentieren oder filtriert werden können.
- Membranfiltration: Ultrafiltration oder Mikrofiltration halten Kolloide zurück.
Mikrofiltration zur effektiven Abwasserbehandlung in der Industrie – smart5 group
Kühlschmiermittel / Kühlschmierstoffe (KSS)
Kühlschmierstoffe (KSS) werden vor allem bei der Bearbeitung von Metallen eingesetzt.
Sie kühlen Werkzeug und Werkstück, reduzieren Reibung und Verschleiß und unterstützen den Abtransport von Spänen und Bearbeitungsrückständen. Zusätzlich können Kühlschmierstoffe zum Korrosionsschutz beitragen. Verbrauchte oder verunreinigte KSS stellen häufig eine anspruchsvolle Abwasser- beziehungsweise Entsorgungsaufgabe dar.
Minimal Liquid Discharge (MLD)
Minimal Liquid Discharge (MLD) bezeichnet ein Konzept zur weitgehenden Reduzierung flüssiger Abwasserströme in industriellen Prozessen.
Dabei wird ein möglichst großer Anteil des Wassers aufbereitet und in den Produktionsprozess zurückgeführt. Im Unterschied zu Zero Liquid Discharge (ZLD) ist eine geringe verbleibende Abwassermenge weiterhin möglich. Ziel sind insbesondere eine hohe Wasserrückgewinnung sowie reduzierte Frischwasser- und Entsorgungsmengen.
Notwasserversorgung
Unter Notwasserversorgung versteht man die Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Wasser, wenn die reguläre Trinkwasserversorgung ausfällt oder nicht ausreichend verfügbar ist. Dies kann beispielsweise bei Naturkatastrophen, technischen Störungen, Stromausfällen oder Verunreinigungen des Leitungsnetzes notwendig werden.
Ursachen können beispielsweise Hochwasser, Starkregen, länger andauernde Stromausfälle, technische Störungen oder Verunreinigungen im Versorgungsnetz sein.
Für Kommunen, Katastrophenschutz und kritische Einrichtungen ist deshalb eine flexible und schnell verfügbare Lösung besonders wichtig. Mobile Wasseraufbereitungsanlagen wie smartPureWater können geeignete Rohwasserquellen, zum Beispiel Brunnen, Tanks oder Oberflächenwasser, direkt vor Ort aufbereiten. Die mobile Anhängerlösung ist innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit und kann – abhängig von Rohwasserqualität und technischer Auslegung – bis zu 5.000 Liter Wasser pro Stunde bereitstellen.
Damit kann eine mobile Notwasser-Versorgung bestehende Krisen- und Vorsorgekonzepte sinnvoll ergänzen – beispielsweise:
- bei Ausfall der öffentlichen Wasserversorgung,
- nach Hochwasser- oder Unwetterereignissen,
- für Notunterkünfte und Betreuungseinrichtungen,
- zur Unterstützung kritischer kommunaler Einrichtungen,
- für die überörtliche Hilfe benachbarter Kommunen.
Damit kann der Notwasser-Anhänger einen zusätzlichen Baustein der kommunalen Krisenvorsorge und Resilienzplanung darstellen.
Hinweis für Beschaffung und Vergabe
Für die Einordnung können insbesondere folgende CPV-Codes relevant sein:
CPV 42912300 – Maschinen und Geräte zum Filtrieren oder Reinigen von Wasser CPV 41110000 – Trinkwasser CPV 65111000 – Trinkwasserversorgung
Sie möchten mehr erfahren oder ein Projekt starten?
Hier geht es zu unserem Produkt-Datenblatt: Produktdatenblatt smartPureWater sPW 5000
Permeat
Als Permeat bezeichnet man bei einer Membranfiltration den Flüssigkeitsstrom, der die Membran passiert.
Bei der Ultrafiltration werden dabei beispielsweise Partikel, Emulsionen und andere zurückhaltbare Bestandteile abgetrennt. Je nach Permeatqualität kann das gereinigte Wasser eingeleitet, weiter aufbereitet oder erneut im Produktionsprozess genutzt werden.
Retentat
Das Retentat ist der Flüssigkeitsstrom, dessen Inhaltsstoffe bei einer Membranfiltration von der Membran zurückgehalten und dadurch aufkonzentriert werden.
Bei industriellen Abwässern können darin beispielsweise Öle, Fette, Partikel und Emulsionen enthalten sein. Das Retentat kann entsorgt oder weiterbehandelt werden, beispielsweise durch einen Verdampfer, um das zu entsorgende Reststoffvolumen weiter zu reduzieren.
Trinkwasser
Trinkwasser ist Wasser, das in Deutschland für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, beispielsweise zum Trinken, Kochen, zur Zubereitung von Speisen sowie für weitere hygienische Zwecke.
Es muss die Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) erfüllen und darf insbesondere keine Krankheitserreger oder gesundheitsschädlichen Stoffe in Konzentrationen enthalten, die eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit verursachen können.
Die Trinkwasserqualität wird anhand festgelegter mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Parameter überwacht. Damit zählt Trinkwasser zu den besonders streng kontrollierten Lebensmitteln beziehungsweise Versorgungsgütern in Deutschland.
Ultrafiltration
Ultrafiltration wird zur Separation suspendierter Feststoffe, Kolloiden 8wie bspw. Öle, Kühlschmierstoffe usw.), Bakterien und Viren verwendet. Diese Technik verwendet Membranen mit Porengrößen zwischen 1-100nm.
In der Abwassertechnik bezeichnet „Kolloide“ winzige, im Wasser fein verteilte Teilchen, die so klein sind, dass sie nicht durch Sedimentation absinken, aber auch nicht vollständig in Lösung gehen
Ein hoher Gehalt an Kolloiden kann die .CSB- und BSB₅-Werte (organische Belastung) deutlich erhöhen und die biologische Reinigung erschweren.
Behandlungsmethoden:
- Flockung/Koagulation: Chemische Zusatzstoffe (z. B. Aluminiumsalze, Eisen(III)-salze, Polymere) neutralisieren die Oberflächenladungen, wodurch die Kolloide zu größeren Flocken aggregieren, die dann sedimentieren oder filtriert werden können.
- Membranfiltration: Ultrafiltration oder Mikrofiltration halten Kolloide zurück.
Mikrofiltration zur effektiven Abwasserbehandlung in der Industrie – smart5 group
Vakuumverdampfer
Die Vakuumverdampfung ist ein modernes Verfahren zur Abwasseraufbereitung, bei dem Wasser verdampft und Schadstoffe im Konzentrat zurückbleiben. Das Destillat kann anschließend in industriellen Prozessen wiederverwendet werden, wodurch Wasser- und Rohstoffkreisläufe geschlossen werden.
Wichtige Vorteile:
- Vollautomatisierte Betriebsabläufe mit konsequenter Wärmerückgewinnung
- Signifikante Reduzierung des Energieverbrauchs und der Entsorgungskosten
- Typischer Energiebedarf: ca. 35–80 kWh pro m³ behandeltem Abwasser
- Hygienisiertes Destillat: nahezu frei von Salz und Schwermetallen
- Hohe Prozessstabilität und Skalierbarkeit für unterschiedliche Abwasserkreisläufe
Anwendungen:
- Industrielle Abwasseraufbereitung in Bereichen mit hohen Salz- und Schwermetallbelastungen
- Wiederverwendung des Destillats in Produktionsprozessen (Kühlkreisläufe, Reinigungsprozesse etc.)
- Abscheidung und Konzentrierung belasteter Fraktionen zur kosteneffizienten Entsorgung oder Verwertung
smart5 bietet umfassende Unterstützung für alle Arten von Verdampfertechnologien: Beratung, Systemauslegung, Implementierung, Betrieb und Support. Kontaktieren Sie uns, um das passende Verdampferkonzept für Ihre Anwendung zu finden.
Verdampfertechnologien: Technischer Support und Planungshilfe – smart5 group
Trouble-Shooting Verdampfer: So klappt es besser – smart5 group
Wasserenthärtung
Was bedeutet Wasserenthärtung?
Unter Wasserenthärtung versteht man Verfahren, die Kalzium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser entfernen. Dadurch werden Ablagerungen in Rohrleitungen verhindert und dieEnergieeffizienz steigt. Auch Eisen-Ionen können teilweise entfernt werden. Am effizientesten gelingt dies mit Wasserenthärtungsanlagen, die direkt in die Haus- oder Betriebsinstallation integriert werden.
Was macht ein Wasserenthärter?
Ein Wasserenthärter arbeitet meist nach dem Prinzip des Ionenaustauschs:
- Härtebildner wie Kalzium (Ca²⁺) und Magnesium (Mg²⁺) werden gegen Natrium- oder Kalium-Ionen ausgetauscht.
- Dadurch bleibt das Wasser weich, Kalk kann sich nicht mehr absetzen.
- Enthärter können automatisch, halb-automatisch oder manuell betrieben werden.
Der Wartungsaufwand ist gering – in der Regel muss lediglich regelmäßig Salz nachgefüllt werden. In industriellen Anwendung kommen Wasserenthärter in diversen Anwendungen zum Einsatz, bspw. bei Lackieranlagen.
Zero Liquid Discharge (ZLD)
Zero Liquid Discharge (ZLD) bezeichnet ein Aufbereitungskonzept, bei dem kein flüssiges Abwasser mehr aus dem betrachteten Prozess abgegeben wird.
Das enthaltene Wasser wird möglichst vollständig zurückgewonnen und wiederverwendet, während die verbleibenden Inhaltsstoffe aufkonzentriert und als Reststoffe ausgeschleust werden. ZLD kann insbesondere dort interessant sein, wo Wasserverfügbarkeit, Einleitmöglichkeiten oder Entsorgungskosten eine hohe Bedeutung haben.
