
Ultrafiltration von Aluminium‑Druckguss-Abwasser
Januar 3, 2026
Sichere Notwasserversorgung mit Trinkwasserqualität:
Januar 9, 2026WHG, Schwermetalle & Abwasserverordnung: Wie moderne Eigenüberwachung Produktionssicherheit schafft
Viele industrielle Abwasseranlagen geraten ab 2026 zunehmend unter Druck: Strengere Anforderungen der Abwasserverordnung, angepasste Einleitgenehmigungen und verschärfte Vollzugspraxis der Behörden führen dazu, dass Unternehmen ihre bestehenden Anlagen neu bewerten müssen. Besonders betroffen sind Branchen wie die Automobilindustrie, Pulverbeschichter und Hersteller in der Medizintechnik. In diesen Sektoren treffen oft komplexe Abwasserströme auf technisch in die Jahre gekommene Systeme – mit klaren Risiken für Genehmigungen und Produktionssicherheit.
Die Eigenüberwachung – also die fortlaufende, systematische Kontrolle betrieblicher Abwasserparameter – wird damit zum zentralen Instrument, um sowohl rechtssicher als auch wirtschaftlich zu agieren. Im Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sowie branchenspezifischer Einleitgenehmigungen sind Unternehmen verpflichtet, ihre Einleitungen kontinuierlich zu überwachen. Doch wie gelingt das in der Praxis – insbesondere unter realen Bedingungen und mit Blick auf wirtschaftliche Machbarkeit?
Eigenüberwachung: Pflichten, Technik und betrieblicher Nutzen
Die Eigenüberwachung industrieller Abwasseranlagen ist kein „Nice-to-have“, sondern gesetzlich verankerte Pflicht. Je nach Genehmigungsbescheid muss ein Unternehmen regelmäßig Parameter wie pH-Wert, CSB, Schwermetallkonzentrationen oder Wassermengen erfassen und dokumentieren. Dabei stehen die Anforderungen häufig in engem Zusammenhang mit branchenspezifischen Stoffströmen – wie sie etwa in der Oberflächentechnik (Pulverbeschichtung), bei Kühlschmierstoffen in der Zerspanung oder in medizintechnischen Reinigungsprozessen vorkommen.
Die Herausforderung: Viele Altanlagen verfügen weder über moderne Messtechnik noch über ein auswertbares Datenmanagement. Hinzu kommt, dass etwa bei der Verdampfung oder Kreislaufführung von Prozesswässern große Energiemengen bewegt werden – eine Unbekannte, wenn die Eigenüberwachung lediglich aus handschriftlichen Messwerten auf Papier besteht.
Doch Eigenüberwachung kann weit mehr als „nur“ gesetzliche Pflichten erfüllen:
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Sie macht Betriebsrisiken frühzeitig sichtbar (z. B. steigende Schwermetallkonzentrationen)
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Sie liefert belastbare Daten zur Optimierung von Betriebsmitteln und Energieeinsatz
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Sie erhöht die Betriebssicherheit – auch bei Personalengpässen oder Schichtbetrieb
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Und sie bildet die Grundlage für Fördermittel oder CO₂-Minderungsnachweise
Gerade moderne Systeme – etwa mit SPS-gestützter Erfassung oder KI-gestützter Datenanalyse – ermöglichen eine bisher nicht gekannte Transparenz über Abwasserprozesse. Die smart5 arbeitet hier mit dem eigenen „smart EnergyControl“-Ansatz, um Daten aus der Produktion mit Abwasserdaten und Stromverbräuchen in Echtzeit zu verknüpfen.

Praxisbeispiel: Eigenüberwachung bei einem Tier-1-Zulieferer der Automobilindustrie
Ein mittelständischer Zulieferer im Bereich Alu-Druckguss stand 2023 vor der Herausforderung, die neuen Grenzwerte für Schwermetalle gemäß Abwasserverordnung einzuhalten. Die bestehende Abwasseranlage war über 10 Jahre alt, ausgestattet mit einfacher Neutralisation und partiellem Rückhalt über eine Fällungs-/Flockungsstufe. Eine behördliche Prüfung ergab, dass der Nachweis der Einhaltung der firmenspezifischen Einleitgenehmigung nicht mehr ausreichte.
In enger Zusammenarbeit mit der smart5 wurde ein Konzept zur Eigenüberwachung implementiert:
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Analyse Ist-Zustand: Aufnahme aller Abwasserparameter über vier Wochen, inklusive Spitzenlasten
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Retrofit der Anlagentechnik: Einbau eines automatisierten Verdampfers zur Volumenreduktion, ergänzt durch Keramik-Ultrafiltration
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Monitoring-System: Einführung eines kontinuierlichen Online-Messsystems inkl. Datenlogger
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Regelmäßige Wartung: smart5 übernahm die Fernüberwachung sowie turnusmäßige Wartungspakete
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Ergebnis: Einhaltung aller Grenzwerte, Reduktion der Entsorgungskosten um 34 %
Dieses Beispiel zeigt: Eigenüberwachung ist nicht nur Pflicht, sondern die Grundlage für technische, ökologische und wirtschaftliche Verbesserungen.

Erweiterte Möglichkeiten: Was moderne Eigenüberwachung heute leisten kann
Wer 2026 nur auf Einhaltung der Mindestvorgaben setzt, verschenkt Potenzial. Moderne Eigenüberwachung kann heute:
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Verdampfer dynamisch steuern, abhängig von Last, Strompreis und Abwassermenge
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Reaktionszeiten verkürzen, z. B. bei pH-Abweichungen oder Grenzwertüberschreitungen
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Fördermittel sichern, da viele Programme (z. B. BAFA, EEW) die Modernisierung von Umwelttechnik unterstützen
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Datenexport automatisieren, z. B. für Behördenberichte oder interne Nachhaltigkeitsreports
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Benchmarking ermöglichen, um Standorte miteinander zu vergleichen
Vor allem bei heterogenen Produktionsprozessen wie in der Pulverbeschichtung oder Medizintechnik sind automatische, kontinuierliche Systeme unverzichtbar. Die Integration solcher Systeme sollte Bestandteil jeder zukunftsfähigen Anlagenstrategie sein. smart5 hat hier umfangreiche Betreibererfahrungen und kann bei Grenzwertproblematiken oder gestiegenen Anforderungen an die Abwasserparameter unterstützen.

Was jetzt zu tun ist: Eigenüberwachung modernisieren, Risiken vermeiden
Die Zeit bis zur nächsten Verschärfung der Abwasserverordnung ist knapp. Viele Behörden erhöhen bereits jetzt die Frequenz und Tiefe ihrer Prüfungen. Wer 2026 sicher und nachhaltig produzieren möchte, sollte handeln:
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Bestehende Einleitgenehmigung prüfen lassen – ist sie mit der aktuellen Anlagentechnik noch erfüllbar?
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Eigenüberwachung digitalisieren – idealerweise mit automatischer Auswertung und Alarmierung
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Fördermöglichkeiten nutzen – smart5 unterstützt bei der Antragstellung und technischen Spezifikation
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Experten hinzuziehen – bei Bedarf auch für eine unabhängige Zweitmeinung oder Gutachten
Unsere Erfahrung zeigt: In vielen Fällen lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand nicht nur Grenzwerte einhalten, sondern auch Betriebskosten senken. Die Kombination aus intelligenter Technik, unabhängiger Beratung und Praxisnähe macht den Unterschied.

👉 Wenn Sie Ihre Eigenüberwachung auf den Prüfstand stellen möchten oder wissen wollen, wie Ihre Anlage für 2026 fit gemacht werden kann – hier finden Sie unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!





